Verlogene CDU will Journalisten mundtot machen

Das hat die Landes-CDU tief getroffen: Da wurden interne Schreiben, E-Mails, Dokumente öffentlich, die Dreck im Rüttgers-Lager aufwirbelten.

Da wurde aus der Staatskanzlei heraus auf Steuerzahler-Kosten Wahlkampf organisiert. Da wurden Gespräche des Ministerpräsidenten zum Kauf angeboten. Alles das ist ans Licht gekommen, weil offenbar Mitarbeiter der CDU diese Praxis für nicht in Ordnung hielten.

“Whistleblower” nennt man solche Menschen. Informanten, die Journalisten – und damit der Öffentlichkeit – Beweise für Skandale in die Hände spielen. Zur Veröffentlichung. Diese Praxis ist eine wesentliche Grundlage des investigativen Journalismus in diesem Land. Sie ist das Fundament unserer freien Presse.

Dennoch will der bisherige Medienminister und neue CDU-Generalsekretär Krautscheid jetzt die Staatsanwaltschaft damit beschäftigen. Das sei schließlich “Datenklau”, was da passiert sei. Verlogener geht es kaum, denn noch wenige Tage zuvor hatte sein Parteikollege Finanzminister eine CD mit Steuersünder-Daten aus der Schweiz für 2,5 Millionen Euro gekauft. Und wissen Sie, wie die betroffenen Banken das nennen, was der Verkäufer hier mit Hilfe der Landesregierung gemacht hat? Na? Genau: “Datenklau”!

Wie tief die CDU gesunken ist in ihrem Sumpf, wie sie hilflos um sich schlägt und die eigenen Prinzipien dabei vergisst, hat NRWSPD-Generalsekretär Michael Groschek in einem offenen Brief an CDU-Mann Krautscheid formuliert. Das Internet-Blog “Wir in NRW” dokumentiert den Brief im Volltext.

2 thoughts on “Verlogene CDU will Journalisten mundtot machen

  1. Da wurden vor ein paar Tagen Plakatwände in Castrop-Rauxel aufgestellt. Heute lese ich in der Tagespresse, dass das schon die Wahlplakate der SPD für die Landtagswahl sind. Fein, denke ich mir, dann schau ich doch mal, welches Programm die SPD für die diesjährige Landtagswahl zu bieten hat – und was lese ich? fast ausschliesslich dieses Gemecker über die CDU, aber kaum ein Fitzelchen davon, wie sich die SPD die Zukunft in NRW vorstellt. Nun gut, es ist ja noch etwas Zeit und so hat die SPD durchaus Zeit, etwas aus dem Ärmel zu zaubern.

    [Der Artikel wurde vom Administrator gekürzt, da sich das folgende nicht auf die Landtagswahl bezog und nicht der Netiquette entsprach.]

  2. Sehr geehrter Herr Kahl,
    wenn Sie sich diese Seite in Ruhe anschauen, werden Sie feststellen, dass sie eine Menge an Ideen und Konzepten der SPD für die kommenden Jahre in NRW vorstellt.
    Was Sie für “Gemecker über die CDU” halten, ist das, was neben eigenen Konzepten eine wesentliche Aufgabe der Opposition ist: Kritisieren, Missstände aufzeigen – und sagen, wie man es besser machen will. Genau das passiert auf echteva.de
    Nehmen Sie nur unsere Infos zum großen Punkt Bildung, die Sie hier auch finden.
    Im übrigen – Sie sagen es ja selbst: der Wahlkampf hat gerade erst begonnen.

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