Westerwelle als verfolgte Unschuld

“Westerwelle sieht linke Verschwörung”, so titelt der WDR zur Parteitagsrede des ins Gerede gekommenen Außenministers. Das Problem: Seine Rolle als verfolgte Unschuld kauft Westerwelle niemand ab.

Noch nie sei ein Außenminister auf Reisen aus dem Inland so angegangen worden wie er, beschwerte er sich. Das mag sein, aber auch noch nie hat ein Außenminister soviel Anlass zur Kritik geboten wie er. Da kann er vor der Kritik nicht einfach wegfliegen.

Und zu seinen Wirtschaftsdelegationen meinte er, er werde auch in Zukunft dem deutschen Mittelstand im Ausland Türen öffnen. Auch dagegen ist ja nichts einzuwenden. Aber es müssen dann ja nicht gleich die Firmen von FDP-Großspendern oder Westerwelle-Verwandten sein, denen der Außenminister Türen öffnet, oder?

Nicht die Kritiker beschädigen das Ansehen des Amtes, sondern der Amtsinhaber selbst!

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