Schulduell der besonderen Art

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Die Schülerinnen und Schüler in der vollbesetzten Aula des EBG waren gespannt, was die Landtagskandidaten zu bieten hatten.

Es ging um die besseren Argumente in der Schul- und Bildungspolitik an diesem Vormittag im Ernst-Barlach-Gymnasium. Denn inzwischen zeigt sich: Bildung ist DAS zentrale Thema in diesem Wahlkampf. Weil gute Bildung der Schlüssel zum Erfolg ist im weiteren Leben.

Auf dem Podium neben Eva Steininger-Bludau dabei: Die Kandidaten von CDU und FDP, ein grüner Kommunalpolitiker, der den Kandidaten vertreten musste, und die Linke-Spitzenkandidatin für NRW, weil die Wahlkreiskandidatin der Linken lieber in der ersten Reihe Platz nahm und zuhörte.

Eva Steininger-Bludau stellte hier noch einmal fest, dass sie das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem für falsch hält. Denn es führt zu einer sozialen Auslese. Für sie das richtige Modell: eine Gemeinschaftsschule, in der für alle Kinder der Klassen 5 und 6 gemeinsamer Unterricht erteilt wird. Eltern, Schule und Schulträger entscheiden dann ab Klasse 7, ob weiterhin integrierter oder differenzierter Unterricht stattfinden wird.

Dies bedeutet nicht die Schließung des bestehenden Gymnasiums, so Steininger-Bludau: “Ich gebe Ihnen Brief und Siegel: Dieses Gymnasium wird in nächster Zukunft nicht geschlossen.”

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Neben der Abschaffung der Studiengebühren (“Das ist das Erste, was meine Partei nach dem Wahlsieg in Angriff nehmen wird.”), stand der Zustand der heimischen Turnhalle auf dem Prüfstand.

Auf die Annahme ihres CDU-Gegenkandidaten, dies sei allein städtische Aufgabe und durch einen pauschalisierten Zuschuss zu bewerkstelligen, antwortete Steininger-Bludau: “Ein Großteil dieser Pauschale ist bereits für den damals von der CDU befürworteten Bau der zweiten Realschule aufgebraucht worden. Nun sind im städtischen Investitionsplan für das Jahr 2011 noch 1,1 Millionen Euro angesetzt für den Bau einer neuen Turnhalle. Die kann dann aber ehrlicherweise nur einfach werden.”

Für den Unmut der Schüler hatte Eva Steininger-Bludau vollstes Verständnis, aber: “Mehr Geld ist nicht da. Ehrlicherweise kann ich euch auch nicht mehr versprechen. Das ihr euch beschissen fühlt, kann ich nachvollziehen.“

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