Dattelner Redekunst für den Landtag – Berkant Ekeryilmaz vertritt Steininger-Bludau

DATTELN. (ma) Ein Theaterstück in der Schule kann so manches Talent zum Vorschein bringen. „Mir hat ein Freund gesagt, ich könnte gut sprechen und sollte es mal in der Politik probieren“, erzählt Berkant Ekeryilmaz. Ab heute können sogar die Parlamentarier des Landtags in Düsseldorf seinen Redekünsten lauschen.

Als jugendlicher Vertreter von Eva Steininger-Bludau (SPD) feiert der 20-jährige Dattelner ein Gastspiel in der Landeshauptstadt. „Wir werden dort drei Tage mit den Mitgliedern des Landtags über verschiedene Themen sprechen“, sagt Ekeryilmaz, der gerade sein Abi am Comenius-Gymnasium gebaut hat. Aus der Zeitung erfuhr der Dattelner vom Jugendlandtag. „Daraufhin habe ich Frau Steininger-Bludau einfach mal angesprochen. Sie war angetan und hat mich angemeldet.“ Was ihn dort erwartet, weiß er noch nicht genau. „Wir kennen nur die Themen, mehr wissen wir auch nicht“, sagt der gebürtige Dattelner. Referate, Reden, Gottesdienst und Kaffeetrinken – die Tage im Rheinland sind trotzdem gut verplant. Auf jeden Fall wird Ekeryilmaz die Chance wahrnehmen, weitere Kontakte zu knüpfen. „Ich freue mich darauf, Politiker auf dieser Ebene kennen zu lernen.“ Und er ergänzt: „Im Plenarsaal vor rund 300 Leuten zu sprechen, das ist eine neue Erfahrung für mich.“ Von einem Lernprozess spricht der 20-Jährige, dessen Eltern schon seit Anfang der 1970er-Jahre in Datteln leben.

Dass Berkant Ekeryilmaz politisch engagiert ist, steht außer Frage. Seit rund anderthalb Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender der Jusos. Seit einigen Monaten ist der 20-Jährige auch Jugendsprecher der IGBCE-Jugendplattform. „Gewerkschaft ist ein wichtiger Bereich, deshalb möchte ich mich dort einbringen“, sagt Ekeryilmaz, der zusätzlich noch Zeit für das THW als Zugtruppführer investiert.
Bei so viel Engagement und politischem Interesse verwundert es kaum, dass Ekeryilmaz demnächst Politikwissenschaften oder Jura studieren möchte. „Ich habe mich an allen Unis im Ruhrgebiet beworben“, sagt der 20-Jährige. Später aber darf es ruhig globaler werden. „Internationales Recht oder die Arbeit in einer Botschaft würden mich sehr reizen.“ Bevor es so weit ist, muss der Dattelner aber noch einiges tun: Studium erfolgreich absolvieren, politisches Engagement erweitern. In Düsseldorf kann er zumindest einen Schritt vorankommen

 

Artikel aus der Dattelner MorgenPost vom 14. Juli 2011

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