Rüttgers völlig unglaubwürdig!

Wer soll dem Ministerpräsidenten seine Dementis eigentlich noch abkaufen? Generalsekretär Wüst musste – zurecht – als Bauernopfer gehen. Aber die Zweifel an Jürgen Rüttgers wachsen weiter.

Zur Erinnerung: Sponsoren waren Stände beim CDU-Parteitag angeboten worden, für 14.000 Euro. Wer 6000 Euro drauflegte, darf auch mit Jürgen Rüttgers reden. Von dieser Praxis will er nichts gewusst haben, wurde Rüttgers am Wochenende nicht müde, in Interviews zu betonen.

Doch Recherchen des Internetblogs Wir in NRW zeigen jetzt: Schon 2006 gab Rüttgers sein Okay zum Geldsammeln und freute sich in einem Brief an die durchführende PR-Agentur über die “durchweg positive Resonanz [...] in Gesprächen mit Sponsoren, Referenten und Teilnehmern”. Da wirken die Dementis vier Jahre später wenig glaubwürdig.

Nur folgerichtig daher die Forderung von Hannelore Kraft, der SPD-Chefin in NRW: Für sie ist der Wüst-Rücktritt ein “Schuldeingeständnis”. Und wenn sich herausstellen sollte, dass Rüttgers die Unwahrheit gesagt habe, sei er “als Ministerpräsident nicht mehr tragbar”.

Wir gut, dass wir in NRW am 9. Mai an der Wahlurne Jürgen Rüttgers höchstpersönlich in die Wüste schicken können. Zu seinem Generalsekretär.